3-tägige Damenriegenreise ins Engadin

Erster Tag – 31.08.2018

Auf geht’s ins Abenteuer, die Damenriege Jegenstorf geht 3 Tage auf Reise.

18 Frauen stehen pünktlich um 06.50h am Bahnhof Jegenstorf parat.

Der Wettergott ist nicht auf unserer Seite, es ist regnerisch und trüb. Den Umständen entsprechend haben wir auch Gepäck dabei, doch die Stimmung ist gut.

So steigen wir ein in den Zug Richtung Bern. Unser Reiseziel ist Pontresina im Engadin. Im Zug von Bern nach Zürich dürfen wir uns mit Kaffee oder Tee und feinen Brötli verpflegen. Weiter führt uns unsere Zugfahrt über Chur, Samedan nach Pontresina, wo wir gegen Mittag ankommen. Hier ist die Sonne auch nirgends zu sehen.

Die Jugendherberge befindet sich neben dem Bahnhof wo wir von David dem Leiter der Jugendherberge freundlich begrüsst werden. Wir deponieren unser Gepäck im Keller und verpflegen uns im Aufenthaltsraum mit unserem Picknick.

Unsere zwei Reiseleiterinnen sind gefordert, was machen wir bei dem regnerischen Wetter mit den reiselustigen Frauen? Einige spielen Gesellschaftsspiele andere nutzten die Zeit zum Plaudern.

Petra und Steffi geben den Entscheid; wir fahren mit dem Zug bis Diavolezza weiter mit der Gondelbahn bis zum Berghaus auf 2978 Meter. Es schneit und kalt ist es auch da oben. Gut haben wir Mützen und Handschuhe dabei. Die Aussicht wäre sicher bei schönem Wetter traumhaft. Im Berghaus geniessen wir einen kleinen Imbiss und stärken uns mit einem Heidi Kaffee.

Beim Einstieg zur Retourfahrt übersieht der Gondelführer Vreni und das Absperrgitter zeigt am Oberschenkel seine Spuren. Er hat den Vorfall nicht einmal bemerkt. Vreni, wenn ich dich gewesen wäre, hätte ich ihm einen Finger gebrochen!

Zurück in der Jugendherberge ist Evelyne noch zu uns gestossen. Wir beziehen die Mehrbettzimmer und richten uns ein. Das obere Bett anziehen vom Kajüten Bett ist für einige eine akrobatische Herausforderung, gell Evelyne!

Im Restaurant Station gleich neben der Jugendherberge nehmen wir gemeinsam das Nachtessen ein. Die Pizzas und die anderen Gerichte schmecken vorzüglich.

Die Müdigkeit vom Reisen macht sich bei uns bemerkbar. So kehren wir in die Jugendherberge zurück und schlüpfen in unsere Betten.

Wir sind gespannt auf das Programm vom zweiten Tag und ob sich die Sonne mal kurz zeigt.

 

Zweiter Tag – Sa 01.09 2018

Äs het scho relativ früech tagwach gäh, wüu order isch gsi 09:00 aui zwäg u agleit vor dr Jugi ds stah. Da muesch scho bau chli jufle, we nu gmüetlech wosch z'mörgele.

Aber da gits wätterbedingt, wüus rägnet, e Planänderig. Nöi ersch 10:30 vor dr Jugi für e gmüetlechi Wanderig. Bis denn hei mir Zyt zum usgibig ds Zmorgebüffee gniesse, nu chli si, Eile mit Weile spile u Nussturte gängele.

De si mir wie abgmacht am haube eufi zwäg gsi, um gäge St. Moritz ds loufe. Gschwitzt hei mir nid gross, u wenn de nume unger de Rägehose, wüu em Petrus sis Wätteräpp het Räge wöue. Aber brichtet u glachet, hei mir derfür viu.

Ds St. Moritz acho, heissts zäme stah u lose was witer geit. Mir hei üs entschiede für nu chli ds flaniere, es Mitbringsu für die Daheimgebliebene ds kömmerle u ds luege, was so e schöne pinkige Schidress choschtet (nid üsi Farb, u scho grad gar nid üsi Priisklass).

Witer si mir de mit em Zug Richtig Zernez für ids Nationauparkmuseum. Uf dr Fahrt derthäre hei mir üs us em Rucksack verpflegt, schöni Bündnerhüser u –lanschafte gluegt u si derbi troche blibe.

Wüu mir doch scho zimlech usgibig Zyt zum schwätze hei gha, si mir im Museum de aui sehr stiu u ufmerksam gsi. Es isch sehr interessant gmacht u het gloub bi üs aune e blibende Idruck hingerlah. E gueti Idee gsi das Schlächtwätterprogramm.

Im Bahnhöfli si mir eis gah zieh u hei derbi üser Idrück e chli chönne verwärche. 

Uf em Rückwäg nach Pontresina hei mir üs agsträngt für ev. nu es Tier ds gseh. Aber ussert dr Konduktorin wo vo üs nu het wöue 2 Zone zaut ha, wüu mir nicht wissend scho im Ungerängadin gsi si, hei mir kes wiuds Tier gseh, ke Steibock u o ke Bär.

Zrugg ir Jugi hei mir nu chli Zyt gha, bevors zum Nachtässe isch. Die hei mir mit düschele, es schlöfi mache, läse oder Eile mit Weile vom Morge fertig spile, wo dank Natelfoti genauschtens het chönne wieder ufgsteut wärde, gnutzt. 

Gäge die 7ni si mir mit eme gmüetleche Spaziergängli ist Ristorante Nostra zum z'Znachtässe gange. Si hei üs ines Säli gfüehrt, akustikmässig grad wie im Schlosschäuer, wou gäbig für üs luschtige 19 Froue gsi isch, aber nid so gäbig für die angere Gescht, wo nu a de angere zwöi Tischli ghocket si. Die hei de relativ gleitig gässe, zaut u si de gange. Weiss gar nid warum die so gjuflet hei, wüu wo mir hei afa ässe hets rächt gruiiget. Irgendwenn isch es de ums zahle gange u mir hei üs uf e Heiwäg gmacht.

Aber nume afa für es paari isch es gäge d'Ungerkunft gange. Dr grösser Teu isch nu uf ene Schlummertrunk. Am Föteli nah, isch es ganz e gmüetlechi Bar gsi.

Soli das isch dr zweiti Tag gsi, e tolle Dameriegereistag mit e hufe luschtige, interessante, amüsante, idrückleche u guete Momänte.

 

Dritter Tag – So 02.09.2018

Sonntag, dritter und letzter Reisetag. Leider hat sich das Wetter kein bisschen verbessert. Nach dem Frühstück wurden alle möglichen Wetterapp’s aufgerufen. Einige davon versprachen sogar eine trockene Phase über Mittag. So wurde beschlossen, dieses Zeitfenster zu nutzen, um eine Höhenwanderung zum wunderschön gelegenen Panoramarestaurant Muottas Muragl zu machen.

Nach dem Packen und Gepäck deponieren, trafen wir uns vor der Jugi und marschierten frohen Mutes los Richtung Sessellift. Dieser etwas in die Jahre gekommenen 2-er Sessellift führte uns hinauf auf die Alp Languard. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die «berggängigen» wanderten los auf dem Panoramaweg Richtung Muottas Muragl. Die anderen fuhren wieder mit dem Sessellift nach Pontresina zurück. Oberhalb des Dorfes befand sich die Steinbock -Promenade und auf dieser wanderte diese Gruppe bis zur Talstation der Muottas Muragl Bergbahn. Mit der Standseilbahn ging es dann wiederum den Berg hinauf zum gemeinsamen Treffpunkt beim Aussichtsrestaurant.

Leider behielten die Wetterapp’s nicht Recht, denn während dem Wandern durch Föhrenwälder und Steinfelder begann es wieder zu regnen und die Wolken hingen so tief, dass gegen Schluss nicht einmal mehr die Aussicht genossen werden konnte.

Etwas mehr als 2 Stunden später trafen alle Frauen wieder aufeinander. Trotz des schlechten Wetters herrschte fröhliche und ausgelassene Stimmung. Beim Mittagessen im wunderschönen und gemütlichen Restaurant wurden wir dann mit sehr feinen Engadiner Spezialitäten verwöhnt.

Nach der Talfahrt mit der Seilbahn und einer kurzen (Geister-) Busfahrt kamen wir nach Pontresina zurück. Einige machten noch letzte Nusstorteneinkäufe, dann hiess es Abschied nehmen vom Engadin. Kurz nach 16 Uhr traten wir die Heimreise an, um ca. fünf Stunden später müde aber wohlbehalten Zuhause anzukommen.

Die Autorinnen Ruth, Vreni und Priska